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The next big thing: Snapchat

Snapchat war großes Thema der re.publica. Was im letzten Jahr die Youtuber waren, war in diesem Snapchat. Immer weniger Jugendliche sind bei facebook, dafür sind die Zuwachsraten bei Snapchat rasant und überhaupt der Aufstieg der Messenger. Das nächste große Ding.
In der Bloggerwelt geht es ähnlich her, wenn sich Blogger, die einst und immer noch mit Print um die Präsenz im Mediengetummel rangen, jetzt von Instagrammern und Snpachattern überholt fühlen, die keinen Content liefern, sondern nur Bilder. Ähnliches, nämlich den Content haben ihnen die alten Medien früher abgesprochen und tun es jetzt wieder.

Das nächste große Ding widerspricht dem Grundprinzip des Netzes und des long tail, der Platz lässt und bietet für jede Nische, für jegliches Minderheiteninteresse, für alle möglichen Ausdrucks- und Darstellungsformen und statt nach dem neuen Tagesschau-Format zu suchen, über das künftig alle zu erreichen sein werden und die Werbebotschaften bestmöglich zu platzieren sind, wäre eine Möglichkeit auch einfach das ganze spielerischer und leichter zu sehen, einfach mitzugehen und sich somit auch mitzuentwickeln.

Muss ich da jetzt auch dabei sein? Nein, muss man nicht. Man muss auch nicht auf jede Party gehen,  aber es lässt sich besser darüber sprechen, wie sie war, wenn man dabei war.

Facebook war für mich anfangs ein Ort zum Austausch mit Freunden und Bekannten, bis die ersten beruflichen Kontakte reinrutschten und mittlerweile ist es mehr ein Schaufenster, eine Verteilplattform für gute Links.
Das Persönliche wanderet auf Instagram. Nun ist Instagram etwas dichter besiedelt mittlerweile und die Bilder arrangierter. So geht es zu Snapchat, das kaum Arrangements zulässt und den Aufwand auch gar nicht rechtfertigt, weil es nach 24 Stunden sowieso gelöscht wird.
Dort wird es jeden Tag voller und das geht dann eine Weile so weiter und dann kommt das nächste.
Es ist das Internet. Das ist das so. Und das ist gut so.

einmalallesinneu_bilder
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Alles schon einmal gewesen: Über Remix-Kultur und Innovation

einmalallesinneu_bilderDas Neue umgibt so eine besondere Aura. Noch nie dagewesen soll es sein. „Gibt es doch schon“ ist ein bekannter Ausspruch in Meetings und Brainstormings, der jede neue Idee im Keim erstickt. Der Glaube, das Innovation oder neu gleichzusetzen ist mit noch nie dagewesen ist dabei nicht tot zu kriegen. Dabei ist das oft zitierte Beispiel des Iphone, der nichts wirklich Neues erfunden hat, sondern bereits bestehende Innovationen neu zusammengefügt hat, doch weit verbreitet.
Bei der Suche nach dem nie dagewesenen werden zwei Dinge unterschätzt:

– die Verharrungstendenzen des Menschen
– die Macht des Remixes, der Collage.

Remix ist eine bekannte Methode. In der Kunst, in der die Diskussion nach dem Neuen schon länger tobt, wurde sie früher beantwortet. Elektronische Musik basiert fast gänzlich auf diesem Prinzip.

Design Thinking versus Lean Start-Up: Entweder oder?
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Der Methodenkampf

designthinking_vs_leanstart_upAuf der Suche nach Neuem ziehen viele ins Felde und scheinen die richtige Antwort zu haben. Jeder, der sich mit dem Thema näher beschäftigt, wird früher oder später auf die Vertreter verschiedener Schulen treffen. Zwei der bekanntesten und bewährtesten Methoden, auf die Start-Ups zurückgreifen sind Design Thinking und Lean Start-Up. Aber was genau ist der Unterschied? Gibt es einen? Muss man sich für eine der beiden Methoden entscheiden oder ergänzen sie sich sogar?

„Die Firmen suchen nach dem Noch-nicht-Erfundenen.  Und dafür gibt es kein Fachgebiet.“
„Wir brauchen Leute mit Lust darauf, Antworten auf Fragen zu finden, die keine offensichtlichen Antworten haben.“ so Laszlo Bock, Personalchef von Google. 
Es geht also nicht mehr – wie in der Moderne – darum, bekanntes Wissen miteinander zu verknüpfen und daraufhin Lösungen zu schmieden, sondern sich jenen Fragen zuzuwenden, für die es keine Lösungen gibt, außer man erfindet sie. Es geht darum, mit den Möglichkeiten zu spielen. Deswegen ist nicht der Wissende, sonder der Unwissende gefragt, nicht derjenige, der auf einen Fundus an gesicherten Erkenntnissen zurückgreift, sondern der diesen Fundus jeweils situativ neu zusammenstellt. „Das Entscheidende, sagt Bock, ist die Fähigkeit ständig dazuzulernen. Die Fähigkeit, disparate Informationspartikel zusammenzubringen.“
Darin steh die granulare Begabung schlechthin. Sie erfordert nicht gesteigertes Wissen, sondern eine gesteigerte Irritierbarkeit, um sich von Dingen und Situationen anregen zu lassen und ergebnisoffene Prozesse zu starten. Die Irritation durch den Kommunikationsüberschuss auszuhalten und kreativ zu wenden, ist die neue Kernkompetenz.“